Managed Server von Strato reagiert nicht mehr – meine Erfahrung mit dem Support

Ich habe hier im Blog kürzlich einen Artikel über meine Erfahrungen mit einem Managed Server von Strato veröffentlicht. Hier nur ein kurzer Bericht über einen Zwischenfall heute und die Reaktion des Strato Supportes. Das Timing war richtig gut. Ich sitze seit heute morgen um 07:30 Uhr vor dem PC und migriere Joomla-Kunden-Webseiten von der Version 1.5 auf die aktuelle Version 2.5.1 – das ist alles andere als spannend, und gegen 15:00 Uhr war ich dann auch recht müde. Plötzlich merke ich, dass mein Server (auf dem ich die Migration teste) immer langsamer wird und dann geht auch recht schnell gar nichts mehr. So etwas wirkt besser als ein Kaffee und frische Luft, zack – wieder hellwach. Keine Seite mehr zu erreichen und FTP und Konsole waren auch tot. Die Serverkonfiguration konnte ich über meinen Account bei Strato noch aufrufen, da blinkte mir nur eine rote Lampe entgegen: Server offline!

Worst case, weil: Ich komme in der Situation ja alleine hier aus dem Büro nicht weiter, ist halt „managed by Strato“. Da kommen dann doch leichte Krisengefühle auf.
Ich habe dann für 14 Ct. pro Minute bei Strato angerufen und hatte nach 3 Minuten einen Supportmitarbeiter am Telefon. Der hat sich die Geschichte angeschaut, konnte mir im Moment aber nur mitteilen, dass der Server unter PHP Abfragen in die Knie gegangen wäre, eine Server Load von 150+ hätte und er die ganze Geschichte an das Rechenzentrum weitergeben würde.Die Kollegen melden sich dann per Mail bei Ihnen.

Erster Gedanke: Na klasse! Mach ich jetzt halt was anderes. Ich wollte gerade mit Staubsaugen anfangen, da kam die Mail vom Strato Support. Sinngemäß: „Wir haben den Server neu gestartet … ein WordPress Cache Plugin und WP Tweetbox sind amokgelaufen … Jetzt tut er’s wieder.“ Ein paar Auszüge aus den Logs hingen auch noch dran. Die ganze Geschichte lief wohl schon seit 2-3 Tagen. Irgendwann war dann auch Schicht im Schacht, keine Ressourcen mehr. Da kontrolliert man mal 2 Tage keine Error- und Access-Logs und dann knallt es zufällig auch gleich. Der Server war wieder da, ich konnte mir die mittlerweile zig MB großenLogs anschauen und hab dann die entsprechenden WP-Plugins (W3 Total Cache und WP-Tweetbox – bit.ly spielte da auch noch eine Rolle) erst mal deaktiviert. Fehlersuche kommt dann später. Auf jeden Fall läuft jetzt wieder alles.

Fazit: In so einer Situation ist man dem Hoster völlig ausgeliefert. Strato läßt bei den Managed Servern z. B. keinen vom Kunden ausgelösten Reboot zu, das läuft alles über den Support. Wenn der dann allerdings so schnell reagiert wie in diesem Fall, ist das kein Problem für mich. Die per Mail übermittelten Details zur Ursache der Überlastung sind auch ein netter Zug von Strato gewesen. So gefällt mir das.
Downtime war laut pingdom.com ca. 25 Minuten – das habe ich woanders schon wesentlich schlimmer erlebt.

Das war seit August 2011 die erste und bis jetzt einzige Funktionsstörung des Servers. Und für die konnte Strato auch nichts, das war nichts, was irgendwie in deren Einflussbereich gelegen hätte. Der Strato Support hat freundlich, unkompliziert und schnell reagiert und mir zu dem noch weitergehende Informationen zu dem aufgetretenen Problem übermittelt.

Ich bin zufrieden mit Euch, Strato.

4 Comments

    1. Hi Christian, nein, kein Root Zugriff – läuft alles über die Verwaltungs-/Konfigurations-Weboberfläche bei Strato. Wollte ich auch so haben. Ich habe einfach nicht die Zeit und Lust, mich bei meinen eigenen Seiten, die eigentlich nur Spielwiese und Testumgebung für Dinge sind, die ich bei Kundenseiten einsetze, noch um die Serversicherheit, Updates & Patches zu kümmern, da zahl ich lieber dafür. Ich will nur ’ne sichere und schnelle Maschine, auf der ich spielen kann 🙂 Dafür mach ich mich dann aber auch um einiges abhängiger vom Hoster als wenn der mir „nur“ die Hardware hinstellt.

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